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29
May
Falun, SE
Falu Gruva
Warum fange ich den Post mit einem Fabrikgebäude an? Es liegt nicht daran, dass es in Schweden nicht genug Postkartenmotive gäbe, aber auf fast jeder Postkarte ist ein bisschen „Falu Rödfärg“ zusehen. Kurzum wir sind der roten Farbe im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gegangen.


In Falun wurde von 1616 bis 1992 Kupfer abgebaut. Als Abfallprodukt fiel dabei Eisenoxid, das mit einigen Spurenelementen verunreinigt ist, an. Wenn man sich das nun an die Hauswand pinselt, dann wird diese eben typisch schwedisch rot. In Falun ist heute nur noch ein großes Loch zu sehen.


Aber auch unterirdisch geht es weiter. Hier erstrecken sich kilometerlange Schächte. Schwer vorzustellen wie man hier früher unter einfachsten Bedingungen die Schächte angelegt und Kupfer gefördert hat. Heute ist der Boden touristensicher mit Holz ausgelegt und elektrifiziert…


Draußen kann man das ehemalige Gruben-Spital, das heute als Museum dient, besichtigen. Dazu vielleicht zwei Anekdoten, die unser Guide in relativ schlechten englisch (okay, es war kein Schwede sondern ein Deutscher!) erzählt hat: Zum Einen standen wohl im Umkreis von fünf Kilometern keine Bäume mehr, da man sie alle zum Abstützen des Bergwerks brauchte, zum Anderen gab es hier wohl keine Pest, da die Luftqualität sogar für Bakterien zu schlecht war.


Ansonsten muss man leider feststellen, dass Falun außer einem Eis nicht viel zu bieten hat. Die Mine hingegen ist wirklich beeindruckend!